Hier ist er – der gute, alte AC30, welcher schon seit 1998 treu bei mir deinen Dienst verrichtet. das Unglaubliche: Seit dieser Zeit musste – ausser neuen Potentiometer – nichts dran gemacht werden. Keine neue Röhren, keine neuen Elkos. Keine neuen Lautsprecher. Einfach nichts.
Dabei hat er nicht mal einen Standby-Schalter, wie Fender dies propagiert bei ihren Modellen. Vor der Bandprobe eingeschaltet und drei bis vier Stunden später wieder aus. Woche für Woche, Jahr für Jahr, Gig für Gig. Mein Dank und meine Bewunderung geht an VOX, welche dies durch schlaues Engineering und qualitativ hochwertige Bauteile ermöglicht hat. Das musste an dieser Stelle mal geschrieben werden.
Die Eingänge haben je einen High und einen Low Eingang. Ebenfalls ist noch ein Fusstrittschalter fix verkabelt, um das Vibrato oder das Tremolo zu aktivieren.
Ein glockenheller aber nicht greller Sound kommt aus diesem Amp raus. Wie man die Klangregelung verstellt – er klingt einfach gut. Ich bin überzeugt, dass die Celestion AlNiCo Silver einen grossen Beitrag dazu leisten. Stark dass es diese Teile noch immer neu zu kaufen gibt. Die 30 Watt Ausgangsleistung machen sich durch den schier unglaublichen Wirkungsgrad positiv bemerkbar. Da bei einem Gig der Amp sowieso mikrofoniert wird, hatte ich noch nie das Gefühl, dass diese 30Watt nicht ausreichen. Im Gegenteil, ein AC15 würde vermutlich ebenfalls ausreichen und wäre etwas schonender für meinen Rücken.
Zum Verzerren habe ich den AC30 nur mit Effektgeräten bekommen. Voll aufdrehen will ihn deshalb nicht. Neuere AC30 haben ein zusätzliches Mastervolume bekommen. So können die Röhren in der Vorstufe verzerren. Ob das gut klingt, muss jeder selbst entscheiden.
Falls ich es hinbekomme, diesen Verstärker in Schwung zu halten, wird er mich noch das ganze Leben begleiten. Ob ich ihn mein Leben lang rumtragen werde, ist eine andere Frage.