
Foto’s des VT-40 von aussen, innen sowie dem Schema-Ausschnitt des
Netzteils
Einmal im Leben darf auch ein Umbau leicht sein! Die Vorgabe war klar: Der amerikanische Ampeg VT-40 aus den frühen 70ern sollte nicht mehr mit einem externen Trafo (230V nach 110V) eingespiesen werden. Das Gewicht des zusätzlichen Trafos ist massiv und zudem unpraktisch bei Live-Konzerten.
Nach einer gründlichen Besichtigung des Schema’s stellte ich fest, das der eingebaute Trafo des VT-40 auch für den europäischen Betrieb gefertigt wurde. D.h. die Primärwicklung besteht eigentlich aus 2 Spulen und kann somit auch mit 230V betrieben werden. Dazu muss nur der Trafo umverdrahtet werden. Kommt wesentlich günstiger, als einen neuen zu kaufen, wie ich erst vorgehabt hatte!
Nachdem ich die Rückplatte losgeschraubt hatte, sah man die ganze «Ampeg-Pracht» von innen. Mein Eindruck: Ein massiv gebauter Verstärker, welcher seine Jahre locker weggesteckt hat. Gebaut für die Ewigkeit sozusagen! Über dem Netzteil befindet sich ein Stahlblech, welches noch weggeschraubt werden muss.
Die Umverdrahtung war relativ einfach: Auf dem Ausschnitt des Ampeg Schema’s erkennt man, welche Änderungen zu bewerkstelligen sind. Nicht zu vergessen ist der Austausch der Sicherung (neu: 3A statt 5A). Ein paar Lötstellen später gab der Verstärker schon wieder Töne von sich. Nach der Justierung des Trimmpotentiometers (Brummausgleich der Heizspannung) konnte ich bereits wieder die Rückwand anschrauben. Und wieder rockt der Verstärker fröhlich für Jahrzehnte weiter!
Obwohl ich ihn eher kurz angespielt habe: Dieser Amp hat einen ganz eigenen Sound. Nichts zuletzt vermutlich dank den vier Speakern. Ein cleaner Sound mit unglaublich brachialer Leistung. Der Amp hatte mich schier aus der Mietwohnung geblasen. Er soll auch verzerrt extrem gut klingen – aber dies habe ich mich einfach nicht getraut.
Erstaunlich, dass die Elkos offenbar noch immer einwandfrei ihren Dienst verrichten. Und dies nach so vielen Jahren!