Sandkasten
Auch dies ist kein Möbelstück im eigentlichen Sinne. Trotzdem ein DIY Projekt, welches erwähnenswert ist, wie ich finde.
Unser Sandkasten aus dem Baumarkt war nach knapp zwei Jahren bereits in einem erbärmlichen morschen Zustand. Gekostet hatte er ein paar wenige Franken. Genau so viel Wert hatte er aber auch. Dünne Holzbrettchen und ein Klappsystem mit Scharnieren, welche bereits nach dem ersten Winter komplett durchgerostet sind.
Bei meinem eigenen Modell durfte ich Balken aus einem 200jährigen Bauernhof verwenden. Inklusive gratis Anlieferung! Danke an dieser Stelle an meine Schwägerin. Mit geplanten 1.4 × 1.4 Meter hat er die ideale Grösse für uns.
Aufbau
Die Holzbalken habe ich mithilfe von Zimmermannswinkel und Tintenschreiber angezeichnet und danach mit der Kataba-Japansäge winklig abgelängt. Dies tönt mühselig, hat aber effektiv ein paar Minuten Zeit pro Schnitt gekostet. Diese Sägen sind wie geschaffen für diesen Task und fressen sich beinahe mühelos durch das Holz. Tip: mit ein paar Tropfen Öl am Sägeblatt zieht man die Säge noch schneller.
Danach habe ich die oberen Balken so positioniert, dass sie sich jeweils um eine Balkenbreite überlappen. Die Überlappung habe ich mithilfe einer Bohrwinde und einem 20mm Schlangenbohrer aufgebohrt.
Danach leicht konische Holznägel aus Eschenholz auf 20mm Durchmesser gebracht und mit dem Holzhammer eingetrieben.
Die Holznägel säge ich bündig ab. Dank der superdünnen Dübelsäge geht dies spielend leicht.
Herausgekommen sind unglaublich starke Holzverbindungen, welche bestimmt nicht rosten und hoffentlich einige Jahre das Wetter gut überstehen.
Im Anschluss alles noch mit dem Schwingschleifer fein abgeschliffen und mit Leinöl abgerieben. 300kg Sand (oder war’s noch mehr?) musste ebenfalls noch angekarrt werden. Die Kinder haben ihren Spass, die Frau findet’s gut und ich bin stolz drauf.
So geht das Leben!