Way Huge RED LLAMA

das rote Llama
denkbar einfacher Aufbau…
…mit nur wenigen Bauteilen

Das red Llama wurde erstmals 1992 produziert bei Way Huge und hat seither Kultstatus. Entworfen hat Craig Anderton die Schaltung in ihrer ursprünglichen Form bereits 1977.

Reparatur und Testbericht

Fehler

Dieses feurig-rote Lama wollte leider nicht mehr verzerren und flüchtete deshalb auf meine Klangwerkbank. Grund dafür war Wasser, welches in das Gehäuse eingedrungen ist. Ein ganz übler Feind der «elektronischen Lama’s» also!

Demontage

Die Demontage des Geräts geht relativ einfach vonstatten: 4 Schrauben am Gehäuseboden müssen raus. Die relativ spärlich bestückte Leiterplatte aus Hartpapier wird dabei mithilfe zweier Nylon-Schnapper festgehalten am recht stabilen Alu-Blechgehäuse.

Reparatur

Nach gründlicher Reinigung der Leiterplatte mithilfe einer feinen Bürste gings dann an’s Eingemachte. Da das IC CD4049UBE der einzige Halbleiter ist in diesem Gerät, fiel der Verdacht relativ schnell drauf. Es war durch den Wassereintritt funktionslos geworden. Leider sind die IC’s nicht mehr sehr gut erhältlich auf dem Bauteilmarkt, aber mit einigen Tagen Wartezeit gibt sich so ein Lama schon zufrieden, wenn’s nachher wieder verzerrte Sounds ausspucken darf.

Sound

Das Red Llama ist bekannt dafür, eine asymmetrische Verzerrung zu erzeugen, was einem Röhrenverzerrer tatsächlich sehr nahe kommt. Leider ist aber die nutzbare Dynamik dabei etwas auf der Strecke geblieben. Alles in allem aber ein innovatives Design – und damit meine ich nicht nur das Gehäuse, sondern vorallem die Schaltung. Jeorge Tripps von Way Huge hat nicht verleugnet, dass er sich inspirieren liess von Craig Andertons Schaltung. Letztendlich unterscheidet sich das rote Llama von anderen Verzerrern. Mit Tubescreamer-Schaltungen hat dieses Ding ebenfalls absolut nichts am Hut und das ist echt in Ordnung so! (Das «EHX hot tubes overdrive» basiert übrigens ebenfalls auf dieser Schaltung)

Fazit

Endlich ein Verzerrer, welcher nicht auf der Technik anderer klassischen Distortions basiert und sich somit unterscheidet im Klang. Letztendlich entscheidet aber immer noch das Ohr des Gitarristen! Jedenfalls rennt dieses bereits etwas ältere Lama wieder freudig zurück zu seinem Besitzer.