Sola Sound Tonebender Fuzz
Reparaturbericht
Fehler
Dieses knallbunte Blechkistchen klingt nur noch bescheiden laut und sehr dumpf. Unglaubwürdig, dass ein Fuzzeffekt mit Germaniumtransistoren dermassen schlecht klingen soll. Ebenfalls kratzen die Potentiometer sehr nervend.
Reparatur
Bei einer Sichtkontrolle habe ich festgestellt, dass bei zwei (leider nicht beschrifteten) Germaniumtransistoren ein Anschluss gebrochen ist. Nach dem Abkratzen der Oxydation gelang es mir, die gebrochenen Stellen mit Zinn zu überbrücken. Ich finde diese Lösung immer noch besser, als einen gut klingenden Ersatz-Transistor zu eruieren.
Ebenfalls sämtliche Lötstellen mussten nachgearbeitet werden. Die Schleiferbahnen der Potentiometer konnte ich reinigen. Es ist zu hoffen, das die Kratzgeräusche für einige Jahre ausbleiben – ansonsten müssen Ersatzpotentiometer mit den gleichen Abmessungen gefunden werden.
Zusätzlich sind die beiden Elko’s ausgetrocknet und mussten ersetzt werden. Vor allem der Austausch vom 10uF Elko war dringend nötig!
Sound
Rotzig frech klingt er wieder, der Tonebender. Beim Austesten kommt mir spontan der Song «Easy Rider» in den Sinn.
Technologie
Eine klassische Tonebender-Schaltung mit drei Germaniumtransistoren und drei Potentiometer für Fuzz, Volume und Tone sorgen für einen wohlklingenden und flexiblen Fuzz-Sound. Ideal für Solo’s oder einfach die nötige Portion Gitarren-Rock.
Aufbau
Das Gehäuse des Pedals ist zwar aus tiefgezogenem Stahlblech gefertigt, trotzdem hat das Pedal die Jahre aber sehr gut überstanden. Dies ist der Beweis dafür, dass ein Gerät mit einer einfachen Schaltung und wenig Bauteilen für Jahrzehnte benutzt werden kann ‐ auch wenn mal eine kleine Reparatur ansteht.