MXR Phase 45 CSP105
Testbericht
Einleitung
Mein Dank an die Firma Jim Dunlop, dass sie diesen legendären Effekt wiederbelebt und neu produziert haben. Wenigstens für eine kurze Zeit.
Aufbau (Lobeshymne und Schandrede)
Bravo, der Effekt ist robust gebaut und sehr dauerhaft lackiert. Farblich ein eher spezielles orange-braun, wenn man den Effekt neben seinen beiden orangen Brüder sieht. Aber ist halt seit jeher so. Robuste Buchsen.
Nun kommt aber das dicke Ei: Liebe Firma Jim Dunlop: Was habt ihr euch dabei gedacht, diesen Effekt so kleinlich genau zu kopieren, dass ihr sogar die DC-Buchse für die Einspeisung per Netzteil weggelassen habt? Ich habe das Gerät dreimal umgedreht bis ich es kapiert habe. Warum also? Aus Kostengründen? Für Sammler, die sich doch kein vintage Gerät leisten können?
Das zweite dicke Ei: Warum lässt ihr die rote LED weg? Seit 50 Jahren ist dies ein unausgesprochener defacto Standard. Wegen diesem Manko habe ich den Kauf beinahe abgesagt.
Mithilfe diesen beiden Verbesserungen könnte man sogar die Vintage-Phaser von der Neuauflage unterscheiden. Das hätte also nur Vorteile. Stimmts?
Und was um Himmels Willen hat die Firma Jim Dunlop geritten, sogar den Datumscode der Potentiometer auf 1975 zurück zu stellen? Back to the Future? Spass? Oder sind dies alte Lagerbestände, welche aufgebraucht werden mussten? Entgegen meiner restlichen MXR Effektgeräte geht dieses Poti zu leichtgängig. Schlimm? Nein aber trotzdem ungewohnt.
Sound
Der Sound ist einfach unbestritten der Hammer. Der Phase 45 klingt ungewohnt natürlich, locker und macht einfach Spass. Das ist die Wiedergutmachung für sämtliche Schwachpunkte.
Fazit
Von allen drei Phaser (45, 90, 100) klingt der Phase45 aus meiner Sicht am natürlichsten. Bei voll aufgedrehtem Poti dürfte er noch ein wenig schneller wabern.
Also liebe Firmwa Jim Dunlop: Ein dickes Pfui wegen der fehlenden DC-Buchse und der fehlenden LED. Das habt ihr vergeigt, Dunlop!