Dieser knallrote Kompressor hat nur gerade die nötigsten Funktionen:
Diesen Kompressor kann ich gar nicht genug loben! Sehr wohlklingend holt er aus einer Singlecoil-Gitarren das Schmatzen à la Country hervor. Auch meine alte Höfner 4579 (LP-Copy) mit Diamond-Humbucker bringt er noch mehr zum singen. Dabei lasse ich den Sensitivity-Regler fast am linken Anschlag und drehe dafür den Output-Regler bis auf 3 Uhr hoch. Herrlich zu gebrauchen für ein Solo oder ich lasse den Dyna Comp ganz einfach den ganzen Song über eingeschaltet. Ganz nach meinem Gusto halt. Beim Tapping bringt er die Töne glasklar hervor. Wer unsauber spielt wird entlarvt.
Subjektiv empfinde ich den Effekt einen Hauch basslastiger als wenn er ausgeschaltet ist. Dies hat mich zum Glück noch nie gestört.
Wie alle Effekte von MXR steckt auch der Dyna Comp in einem massiven Gehäuse mit einer einigermassen dauerhaften, roten Farblackierung. Da ich das Gerätchen am Flohmarkt gekauft habe und es wohl bereits gute 30 Jährchen auf dem Buckel hat, machen sich langsam die Regler bemerkbar. Sie kratzen und knacksen etwas beim verstellen. Dies ist aber momentan noch nicht weiter störend da ich die Einstellungen nicht verändern muss.
Merkwürdig finde ich höchstens, dass die Stromversorgung über eine 3mm Klinkenbuchse realisiert wurde. Warum hat man dies anders gelöst als bei den MXR Phaser? Wer mir die Erklärung liefert verdient sich damit ein Bierchen. Bei meinem Gerät muss nun halt ein Adapterkabel herhalten, damit ich nichts verbasteln muss.
Neuere Geräte (ja, es gibt sie immer noch) sind zum Glück mit der üblichen Buchse für Hohlstecker ausgerüstet. Gut so!
Ein riiiiesiger Klassiker! Ich gebe meinen roten Kompressor niemals her. Punkt. Aus!