Fender «The Twin» Revue

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der Fender «The Twin»

Geschichte

Die ersten «The Twin's» wurden Mitte 80er Jahre gebaut und sind häufig auch bekannt mit dem Zusatz «Red Knob». Tatsächlich sind bei diesem Twin die Dreh-Knöpfe (leider?) rot. Zwar sind diese Verstärker etwas verpönt (es gibt auch Transistor-Amps aus der «Red Knob»-Serie) jedoch ist dieser Amp eine Klasse für sich!

Ausstattung

Mit 4 Röhren vom Typ 6L6 bringt er schon fast brachiale 100 Watt aus den 2 Fender-Lautsprechern – und dies glaubt man bei der ersten Hörprobe auf's Wort! Damit man ihn auch in einem Bandraum vernünftig spielen kann ohne das die Bandmitglieder was zu meckern haben empfiehlt es sich, den Verstärker-Output auf «LO» zu stellen (25 Watt). Ebenfalls lassen sich 2 Endstufenröhren entfernen um die Leistung auf 60 Watt; respektive 15 Watt umzuschalten. Er besitzt 2 umschaltbare (auch per Fusstrittschalter) Eingänge. Etliche Features findet man auch auf der Rückseite: 3 Jack-Buchsen für das Einschleifen von Effekten zwischen Vorverstärker und der Endstufe mit Pegelanpassung per Stufenschalter. Eine XLR-Buchse für Line-Out, 3 Lautsprecherausgänge und ein dazugehöriger Impedanz-Schalter.
Fast vergessen hätte ich den Standby-Knopf. Er sitzt zwischen dem Output und dem Power-Schalter.

Sound

Der erste Eingang wird eher für Clean-Sounds verwendet und hat nur ein Mastervolume wie beim guten alten VOX AC30. Der 2. Eingang hat zusätzlich einen Gain-Regler mit welchem man dann die Vorstufe zum Verzerren bringt. Leider ist der Fusstrittschalter nur begrenzt brauchbar, da er die Eingänge verzögert umschaltet. Die Verzerrung des 2. Eingangs lässt für meinen Geschmack zu wünschen übrig – Clean gefällt er mir besser. Dies mag auch an der aktuellen Röhrenbestückung gelegen haben... Ansonsten tönt dieser Amp eben wie ein Fender tönen muss: präzise, glockenhell, glasklar und mit einer Dynamik welche einen umhaut!

Fazit

Ein heutzutage relativ günstig erhältlicher Amp, welcher besser tönt als sein Ruf ist. Er ist bühnentauglich und hat für einen Proberaum schon fast zuviel Leistung unter der Haube. Die Räder helfen dabei, das satte Gewicht von 34kg etwas erträglicher zu gestalten. Der Rücken lässt danken! Um wem die roten Knöpfe nicht gefallen darf sie selber wechseln. Es sind 11 Stück ;-)